Montag, 26. Juni 2017

Wahlkampf

Wie gewinnt man Wahlkämpfe? Das ist schwer zu beantworten. Sicher gewinnt man sie nicht indem man den Menschen vorrechnet, dass sie vielleicht 100 Euro pro Jahr mehr in der Tasche haben werden, wenn die Sonne scheint.

Man braucht Visionen und die sollten anecken. Der Vorteil ist, dass die anderen Parteien, wenn die Vision richtig gesetzt wird, nicht damit klar kommen. Die Grünen könnten einfach mal mit dem Wahlslogan

Abschaffung des Individualverkehrs 

in den Wahlkampf gehen. Alle würde sich aufregen. Die Arbeitsplätze, die Freiheit und, und, und...
Dann wäre man erst einmal im Fokus. Man rechnet die tausenden Toten jedes Jahr durch Unfälle vor, die Kosten für die Autobahnen, die Umweltverschmutzung (keine Autos, keine Stickoxide), der Lärm, Terroranschläge,..
Man könnte viele wirklich umweltinteressierte hinter sich bringen. Es wäre ein langfristiges Ziel, dass alternative Mobilitätskonzepte vorsieht. Autos sollten aus der Stadt verband werden. Fahrrad, öffentlicher Nahverkehr in einer guten Taktung und Laufen sollten zur Fortbewegung dienen. Die Autoindustrie würde leiden. Keine Frage. Allerdings sind die Ressourcen die wir aktuell ins Auto stecken nicht weg. Sie könnten in andere Bereiche gesteckt werden. 

Der Wahlkampfslogan klingt schräg und in Deutschland würde sich niemand trauen ihn auszurufen. Donald Trump wollte eine Mauer bauen und die Menschen wählten ihn. In Deutschland versprechen die Politiker die Einschränkung der Freiheitsrechte und werden gewählt (Entschuldigung, sie versprechen Sicherheit). 
Der wesentliche Punkt ist, dass alle Parteien sich über diese Forderung aufregen würden. Es würde jede Menge sinnlose Talkshows geben und Zeitungsbeiträge. Man wäre medial präsent. Faktisch alle würden dagegen arbeiten. Das solche Strategie funktionieren kann zeigt die AfD. Sie lebt davon, dagegen zu sein. Warum sollten die Linken, SPD oder Grünen nicht auch den Mut haben alternative Wege zu gehen. Jeder der morgens durch laute Städte fahren muss, würde es am Ende toll finden, wenn die Autos verschwinden würden. Es ist ein langer Weg, mit vielen Problemen. Aber irgendwann muss man ja anfangen.

Chris

Unternehmensverbände

Wenn Vorstände von Unternehmensverbänden sich um die Arbeitnehmer sorgen, dann sollte man vorsichtig sein. Das gilt umsomehr, wenn solche Vorstände bei Lobbyorganisationen schreiben. Vor allem, wenn mit zu niedrigen Löhnen argumentiert wird, gleichzeitig aber keinerlei bestreben besteht diese zu erhöhen.
Meine Erfahrung lehrt mich, dass wenn Unternehmensverbandsvertreter etwas feiern und fördern, dass meist nichts gutes bei rauskommt. Die Exportfokussierung der letzten 15 Jahre ist eines dieser Resultate. Die Verbände feiern, was ihre Unternehmen zerstört. Interessanterweise setzt die INSM mein Aufruf zu Vorsicht damit gleich, dass es nicht in mein Weltbild passt, dass Unternehmen etwas gutes tun. Daran glaube ich tatsächlich. Der Verband ist allerdings eine Ebene darüber. Dort geht es um Lobbyarbeit und um das vermeintliche Wohl der meisten Unternehmen des Verbandes. D.h. Umweltauflagen können gut sein (für einzelne Unternehmen), man würde sie verbandsseitig in vielen Fällen torpedieren. Lohnerhöhungungen und Mindestlohn sind ebenfalls positiv für viele Unternehmen, dennoch würden sich die Verbände dagegen positionieren. Das liegt einfach daran, dass Die Verbandsvertreter BWLer sind, die auf einmal volkswirtschaftlich denken und arbeiten sollen.

Chris

Freitag, 23. Juni 2017

Die Demokraten in den USA haben Probleme

SPON schreibt Donald Trump blamiert sich im Weißen Haus - trotzdem können US-Demokraten nicht punkten und liefert die Analyse gleich mit. Ein wesentlicher Punkt ist, dass Anti-Trump zu sein nicht ausreicht. Die Demokraten müssten auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen. Tun sie es nicht und verstricken sich weiter in ihrer kleinlichen Machtpolitik werden sie keinen Erfolg haben. Ein wesentlicher Punkt wurde allerdings vergessen. Aus deutscher Sicht sind die Republikaner böse. Vereinfacht gesprochen. Allerdings ist Republikaner nicht gleich Republikaner. Man kann die Grünen aus Stuttgart nur bedingt mit den Grünen in Kiel vergleichen. Einzelpersonen beider Parteien können moderat bis radikal sein. Sie können gute Ideen haben oder auch nicht. Nur auf den Präsidenten zu schauen ist absurd. Trump wird einen Effekt haben, aber wie groß dieser ist, ist schwer zu sagen.

Chris

Dienstag, 20. Juni 2017

Effizienz

Es gibt Dinge die kann ich nicht nachvollziehen. Eines davon ist die Annahme, dass Märkte immer effizient seien. Diese These wurde in den 1970er aufgestellt und ist vielfach widerlegt worden. Wenn die Effizienzhypothese nicht generalisierbar ist, wie kann man sie dann als Begründung immer und immer wieder heransziehen? Mit ihr werden Privatisierungen begründet, Eingriffe des Staates ins Tarifrecht verhindert (natürlich nur, wenn es den Arbeitnehmern nützt), usw. 
Jeder der die Begründung hört, der Markt ist halt effizienter als der Staat muss sofort laut schreien
In welchen Zeiträumen? Für wen? Basierend auf welchen Messgrößen?
Wenn diese Fragen beantwortet werden, könnte man im Nachhinein die Aussagen prüfen. Der typische medial vorkommende Ökonom macht eine solche Aussage nicht öffentlich. Dann wäre er widerlegbar. Stattdessen feiert er sich als kritischer Wissenschaftler und ignoriert die Basis der Wissenschaft, die Falsifizierbarkeit von Modellen. 
Selbst wenn man logisch herangeht kann man einfach zeigen, dass Märkte nicht effizient sein müssen. Nur wenn man allerlei absurde Annahmen trifft, kann es zufällig passen. Ein Beispiel aus der Realität verdeutlicht das. Wenn in Händler die ganze Woche 24/7 Produkte verkaufen kann, dann ist das für gut und er gewinnt beträchtlich an Einfluss und Gewinn. D.h. die anderen Händler müssen nachziehen. Am Ende wird aber nicht wirklich mehr gekauft. Das Angebot bleibt schließlich gleich. Schlimmer noch, die Preise steigen, bzw. die Löhne sinken, da die Läden immer offen sein müssen und mehr Personal benötigt wird. Am Ende verlieren alle, außer diejenigen die jederzeit einkaufen können wollen. Der Markt ist also effizient und wieder nicht, je nach gemessener Größe. Da ein Mangel an kritischem Denken in der Politik (zumindest nach Außen) vorherrscht, werden solche Dinge nicht im Ansatz durchdacht und diskutiert.

Zusatz
Die Markteffizienzhypothese bezieht sich auf eine Hypthese zur Preisbildung an Märkten.

Chris

Freitag, 16. Juni 2017

Die drei Stufen des neoliberalen Rentenirrsinns.

Es wird propagiert, dass die Rente (Beitragssatz zu hoch!!!) viel zu teuer sei. Wir müssten das Rentenniveau sinken lassen, damit wir überhaupt wirtschaftlich überleben.

Stufe II
Die Renten sinken und reichen nicht mehr zum Leben. Man schiebt das auf die geringe Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente und propagiert, dass wir bitte privat vorsorgen sollen. Der resultierende Beitragssatz wird ignoriert und liegt natürlich deutlich höher als im worst-case Szenarion von Stufe I.

Stufe III
Es wird propagiert, dass alles so bleiben muss wie es ist. Warum wird mit allerlei Zahlen versucht zu argumentieren. Der Fakt, dass es sich letztenendes um eine Verteilungsfrage handelt wird nicht betrachtet. Man muss sich überlegen ob man verteilen will und wo man es herholt. Alles Beiwerk, das man präsentiert, lenkt von diesem simplen Fakt ab.
Natürlich kann man sich eine Rente leisten die deutlich höher ist als heute. Wir diskutieren aktuell ob wir mal eben 2% des BIP für Rüstung ausgeben wollen. Jedes Jahr gibt es 1-2% mehr Wirtschaftsleistung zu verteilen. Die Frage ist also wofür. 

Wenn man bei der Bewertung der Rentenkosten gesamtwirtschaftlich denkt, dann sind die INSM Vorstöße der komplette Irrsinn. In der neoliberalen Denke ist die gezahlte Rente einfach weg. Dort kommt scheinbar niemand auf die Idee, dass das Geld auch an Unternehmen fließt, welche diese Lobbyorganisation vertritt. Die Renten werden ausgeben. Sie stabilisieren die Nachfrage und halten den Wirtschaftskreislauf am Leben. Rentner fahren in Urlaub, sie kaufen Schnickschnack für ihre Enkel, usw. D.h. Renten kosten nicht nur, sie bringen auch Einkommen.
Wieder stellt sich also die Frage, wollen wir diese Nachfrage an diese Personen verteilen oder nicht. Eine Bewertung auf reiner Kostenbasis ist absurd. Man muss den Nutzen entgegenstellen. Klar ist, wenn man schon mit Kosten argumentiert, dann sollte der Privatversicherungsmarkt ebenfalls betrachtet werden. Er ist teuer, wird steuerlich subventioniert und im Zweifelsfall vom Staat gerettet. Alles simple Fakten. Dennoch fallen ständig Politiker darauf rein. Der Grund ist einfach. Es klingt gut, es ist einfach, und es ist bunt.

Chris

Mittwoch, 14. Juni 2017

Schon wieder terroristische Taten

Die Attentäter töteten 106 Zivilisten darunter 42 Kinder. Ich bin endlich auch überzeugt. Es muss ein Ende haben. Wir müssen die radikalen Fundamentalisten ausweisen oder ins Gefängnis bringen. Wir müssen sie überwachen und Fußfesseln an sie klemmen. Alles, um die Bevölkerung zu schützen.

Chris

Montag, 12. Juni 2017

Die Ausrede gleich mitgeliefert


Das Beschäftigungsplus könne viel höher ausfallen, wenn nur genügend Fachkräfte zur Verfügung stünden.

Vor allem ist amüsant, dass Unternehmen folgende Aussagen treffen.

Der Fachkräftemangel zementiert sich als Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen - und zwar in allen Regionen und vielen Branchen" 

Allerdings steigt die Zahl der befristeten Verträge und die Löhne steigen auch nicht wirklich in diesem Hochrisikobereich. Man sollte doch vermuten, dass man die Leistungsträger halten möchte. 
Alles in allem ein Beitrag den man sich vermutlich sparen kann. Es wird nicht zu den 750.000 Arbeitsstellen kommen. Wenn doch werden sie schlecht bezahlt sein. Es geht im Grunde darum der aktuellen Bundesregierung eine tolle Wirtschaftspolitik durch die Lobbyverbände zu bescheinigen. 

Chris

Wortwahl und Widersprüche

Macron ist ein Mann der Mitte schreibt SPON.
 
jahrzehntelangen Herrschaft der Rechts- oder Linksbündnisse wird Frankreich zum ersten Mal von einer Mehrheit der Mitte regiert. (..)
 Der Präsident benötigt zur Durchsetzung seiner radikalen Agenda 
Mal abgesehen davon, dass SPON und viele andere deutsch Journalisten lieber auf die durchgeführte Politik als auf die Labels der Parteien schauen sollten. Was bedeutet diese Aussage? Was ist diese ominöse Mitte? Niemand beantwortet das. Da wir Deutschen aber alles besser wissen und sich hier alle Parteien an dieser Mitte orientieren, muss es was gutes sein.
Macron macht also Politik für die Mitte mit einer radikalen Agenda???
Wird diese Agenda dieser Mitte (angenommen es ist bezogen auf den Mittelstand) nützen, oder wie in Deutschland schaden? Man braucht kein Prophet zu sein, um die Antwort zu wissen. Wenn SPON schreibt es ist Politik der Mitte mit einer radikalen Agenda, dann hangeln sich die neoliberalen Dogmatiker von einem Höhepunkt zum Nächsten. Endlich, endlich, noch jemand der unser krankes Weltbild als real annimmt. Nein es ist nicht falsch, nur die Menschen müssen endlich anfangen zu funktionieren wie wir glauben das sie funktionieren...

Chris

Mittwoch, 31. Mai 2017

Soviel zum sicheren Herkunftsland

Scheinbar hat es jetzt sogar Thomas de Maizere begriffen, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist. Er hätte es wissen können. Einfach mal mit Ursula geredet und sich erklären lassen, warum man die Bundeswehr immer noch dort braucht, wenn es doch so sicher ist.
Leute wie Thomas de Maizere und Wolfgang Schäuble sind für mich zwei der besten Beispiele wie Unmenschlich Politik sein kann. Wir sind kein humanistisches Vorzeigeland!

Chris

Montag, 29. Mai 2017

Die alternative Welt des Herrn Schäuble

Entweder Wolfgang Schäuble lügt oder er führt regelmäßig seine totale Unfähigkeit komplexe Zusammenhänge zu verstehen aller Welt vor. 
Wolfgang Schäuble meint, es stehe nicht in der Macht des deutschen Staates die Löhne zu steigern.
Nehmen wir mal an diese Aussage stimmt. Dann ist die logische Folge
  1. Griechenlands "Reformen" bringen nichts,
  2. man kann die Hartz Gesetze einfach abschaffen,
  3. die Empfehlungen in Richtung Frankreich kann man sich sparen.
Alle diese Dinge sollen die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Wettbewerbsfähigkeit ist in diesem Zusammenhang eine besser klingende Bezeichnung für Preissenkung. Da alle wesentlichen Reformen den Arbeitsmarkt betreffen, bedeutet Kostensenkung automatisch Lohnsenkung, bzw. Reduktion der Lohnsteigerung.
Wenn also Wolfgang Schäuble Lohnsenkungen in anderen Staaten durch die Politik dieser Staaten fordert  und gleichzeitig sagt, man könne Löhne durch den Staat nicht beeinflussen ist das ein logisch nicht aufzulösender Widerspruch.
Noch klarer wird dies, wenn man sich vor Augen führt, dass der deutsche Staat viele Beschäftigte hat. Niemand zwingt ihn die Löhne im öffentlichen Dienst niedrig zu halten. Man könnte einfach diese Löhne steigern und so den öffentlichen Dienst als Konkurrenz zur Wirtschaft aufbauen. Diese müsste dann nachziehen. 
Man sieht also, Schäuble der in einer Regierung sitzt die vor alternativen Fakten und Fake News warnt, bedient sich genau diesen Mitteln um seine Politik zu verteidigen. In den vielen Jahren im politischen Geschäft hat er verlernt Fehler zuzugeben und/oder überhaupt erst zu erkennen.

Chris

Mittwoch, 24. Mai 2017

Wir brauchen mehr Optimismus

Das ist die Antwort der Öknomen auf die aktuellen wirtschaftlichen Probleme. Nicht die Ungleichheit, fehlende Einkommenszuwächse, niedrige Arbeitsplatzsicherheit und steigender Leistungsdruck ist verantwortlich, dass die Menschen negativ in die Zukunft schauen und weniger konsumieren. NEIN! Es wird zu wenig optimismus verbreitet. Die deutsche Bundesregierung zerählt den Bürgern wie toll es ihnen geht. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig und uns geht es so super wie nie.
Wieviel positive Signale will man noch verbreiten, wenn die realen Zahlen dem gegenüber stehen. Schon lustig, wenn Ökonomen nicht mehr weiter wissen.

Chris

Sinnlose Aussage

Individuelles Zockertum ist jedem unbenommen, aber es darf nicht sein, dass der Staat diesen Zockern bei Verlusten unter die Arme greift: Der Markt kann Gier belohnen, der Staat darf es nicht.

Otto Graf Lambsdorff, (1926 - 2009), deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft, Bundesvorsitzender der FDP


Solche Aussagen kamen von vielen Politiker während der Hochzeit der Finanzkrise. Die Banken wurden trotzdem gerettet. Ein wesentliches Problem, was Herr Lambsdorf wie viele seiner liberalen Kollegen ausblendet, ist die Wechselwirkung der Zocker mit dem Rest der Gesellschaft. Klar sollten die Zocker haften, nur tun sie es in aller Regel nicht. Wenn die Deutsche Bank aufgrund von Fehlentscheidungen an der Spitze, trotz Warnungen aus dem eigenen Haus (aus niedrigeren Ebenen) pleite gehen sollte, dann ist das Management wunderbar abgesichert. Es trifft eben alle anderen nur nicht die Spitze. Mehr noch, es trifft auch alle die mit der Bank zusammengearbeitet haben und/oder die Einkommen der Mitarbeiter in Geschäften als Bezahlung von Gütern entgegengenommen haben. 
Das klingt komisch? Ist es aber nicht. Volkswagen ist diesbezüglich das aktuelle Paradebeispiel. Dort wurde betrogen. Die Messwerte wurden manipuliert. Die Strafzahlungen aus den USA trifft die Region Wolfsburg-Braunschweig. In Braunschweig wurde die kostenlose Kindergartenbetreuung abgeschaft. Leiharbeiter bekommen Probleme. Das irgendjemand an der Spitze ins Gefängnis oder zumindest eine hohe Strafe zahlen musste ist mir nicht bekannt. Das Risiko wird also auch ohne staatlichen Eingriff an die Allgemeinheit abgewälzt. Das ist kein Plädoyer für mehr staatlichen Eingriff. Es ist ein Plädoyer für eine Verringerung der Macht der Privatkonzerne. Wenn Unternehmen so groß sind, dass sie bei Versagen die Gesamtwirtschaft massiv Schädigen, gehören diese Unternehmen entweder verstaatlicht oder verkleinert. Gerade im zweiten Fall wäre der Einfluss auf die Politik geringer. 

Chris

Freitag, 12. Mai 2017

Neuer INSM Vorstoß gegen die gesetzliche Rente

Wer will Populismus sehen, der soll zur INSM gehen. Wie baue ich mir ein alarmistisches populistisches Weltbild? Ich lasse wesentliche Fakten weg.

1. Fakt
Produktivität. Wie ist die Entwicklung? Wie war die Entwicklung? Wie kompensiert diese Entwicklung den Wegfall der Erwerbstätigen?

2. Fakt
1993 37 Millionen Erwerbstätige --> 57000 Millionen Stunden wurden gearbeitet
1540h pro Erwerbstätigen
2013 41 Millionen Erwerbstätige --> 58000 Millionen Stunden wurden gearbeitet
1414h pro Erwerbstätigen

http://doku.iab.de/grauepap/2005/tab-az2004.pdf
http://doku.iab.de/grauepap/2014/tab-az13.pdf

Entwicklung der Rentnerquote 1/2,7 (1992) und 1/2,1 (2015) https://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Beitragszahler_Altersrentner.html

Weniger Menschen müssen mehr Rentner versorgen und die Durchschnittsarbeitszeit sinkt dabei. Vorschlag der INSM, wir müssen die Arbeitszeit verlängern?!

3. Fakt
Ein Erwerbstätiger finanziert nicht nur Rentner. Er finanziert auch alle Nichterwerbstätigen (Kinder, Arbeitslose, Kranke, usw.)
Was ändert sich, wenn Arbeitslose zu Rentnern werden? Die Belastung von
der Arbeitslosenversicherung verlagert sich in die Rente.

4. Fakt
Aussagen über das Jahr 2060 sind nicht möglich. 1980 hätte man die Wiedervereinigung nicht betrachtet. 1910 hätte man 2 Weltkriege und Pillenknick ignoriert.

Fazit
Jeder der diesen Quatsch unterzeichnet schadet sich selbst. Die obigen Aussagen halten keinerlei Fakten stand. Das es der deutschen Rente schlecht geht ist kein demographisches Problem, sondern ein rein politisches. In Österreich sind die gesetzlichen Renten deutlich höher, bei niedrigeren Kosten. Man musste in Deutschland halt die privaten Rentenversicherungen subventionieren.

Die Verlängerung des Eintrittsalters geht wieder in diese Richtung. Erst wird die gesetzliche Rente unattraktiv gemacht, dann schlägt man die private vor. Diese Vorschläge kommen von markttreuen unkündbaren Beamten, welche am Ende eine professorale Pension bekommen, welche es nicht betrifft.

Chris

Arbeitsplätze sind das falsche Ziel

Im Wahlkampf wird über Arbeit, Arbeitsplätze, Arbeitslosigkeit, usw. debattiert. Es geht vereinfacht darum, Arbeit zu schaffen. Der Witz ist, es ist genug Arbeit da. Jeder der eine Familie hat, kann sich nicht über einen Mangel an Arbeit beschweren. Daher ist das Ziel vollkommen verfehlt. Das Ziel muss die Schaffung von Einkommen sein. Menschen brauchen ein Einkommen, um zu leben. Das können sie über Erwerbstätigkeit generieren, aber auch Transferleistungen wie Sozialleistungen oder Zinsen. Politisches Ziel sollte es daher sein, eben diese Einkommen auf ein hohes Niveau für jede Person in diesem Land zu heben.
Der Fokus auf den Arbeitsplatz verdeckt genau diese Sicht. Wenn dann jemand in Arbeit ist, dann kann man eine Statistik feiern und im Nachgang ganz Kleinlaut wird die Bezahlung kritisiert. Da sind aber schon alle von der Party verschwunden. Wenn man die Einkommen ins Zentrum stellt, dann ist Arbeit auf einmal nur noch ein Mittel zum Zweck. Es gäbe eine Einkommenspolitik und keine Arbeitsmarktpolitik. Ziel ist ein lebenswerteres Leben und nicht Arbeit damit man arbeitet.

Chris

Montag, 8. Mai 2017

Trickle Down mal anders

Es ist nicht unwahrscheinlich, daß ein Anstieg der Körperschaftsteuer um einen Euro am Ende die Arbeitseinkommen um 50 Cent drückt. Und dies ist eine moderate Schätzung, in manchen Studien finden sich auch drastisch höhere Verteilungseffekte zu Lasten der Arbeitseinkommen.
 
Heißt übersetzt, dass man die Körperschaftsteuer nicht anfassen darf, weil sonst die Löhne sinken. Ich bin bei solchen Aussagen mehr als skeptisch.Vor allem ist es logisch widersprüchlich, wenn man sich die Motivation von Unternehmen anschaut. Körperschaftssteuer wird auf den Gewinn gezahlt. Erhöhe ich die Steuer sinkt der Gewinn. Nun soll das Unternehmen weniger Lohn zahlen, bzw. Leute entlassen. Hier fängt in meinen Augen der Widerspruch an. Unternehmen wären auch schon vorher in der Lage eben dieses zu tun. Dann wären die Gewinne noch höher. Warum sorgt also die Steuer dafür, die Löhne zu senken? 
Das man so etwas messen kann, bezweifle ich nicht. Nur ist die Frage, ob eine Steuererhöhung direkt zu einer Lohnsenkung führt, oder ob Sekundäreffekte und/oder kurzfristige Erwartungen diesen Effekt herbeiführen. Mir ist zumindest die obere Aussage zu einfach. Der Umkehrschluss wäre, dass eine Senkung der Steuer zu mehr Arbeit, höheren Investitionen und / oder höheren Löhnen führt. Dem ist nicht so, wie man am Beispiel Deutschland sehen kann.

Chris

Montag, 24. April 2017

Wir alle sind reich

Wenn ich solche Texte lese, dann wundere ich mich. Der Autor ein Liberaler argumentiert, dass jeder Mensch heute reicher ist als John D. Rockefeller vor 100 Jahren. Sein Fazit ist daher:

It means, at least given my preferences, I am today materially richer than was John D. Rockefeller in 1916.  And if, as I think is true, my preferences here are not unusual, then nearly every middle-class American today is richer than was America’s richest man a mere 100 years ago.

Was ist die Schlussfolrgerung aus solch einem Fazit. Uns allen geht es super und wir sollen uns nicht beschweren? Oder ist das Fazit früher war doch nicht alles besser? Oder ist das Fazit Reichtum ist relativ.
Meine Schlussfolgerung ist, dass diese Aussage A) teilweise falsch ist und B) unbrauchbar. Ein Rockefeller hätte sich damals viel Land und viele Immobilien kaufen können. Das hat er sicher auch. Ich kann das heute nicht. Wieso bin ich dann reicher als der reichste Mensch von damals? Wenn man dann sagt, ich bin reicher als diese Person, basierend auf meinen Präferenzen, dann ist das immer wahr (oder es kann immer wahr sein). Nur ist diese Aussage unbrauchbar. Wenn ich gerne hungere, dann bin ich reicher als der reichste, oder wie soll man eine solche Aussage verstehen.
Ich unterstelle daher, dass der Autor bewusst mit "uns geht es doch super in unserer hochtechnologisierten Welt" spielt. Folgt man seinen Aussagen spricht nichts dafür mehr in den soziale Ausgleich zu stecken. Schließlich sind wir alle Milliardäre. Für meine Unterstellung spricht, dass der Autor beim Cafe Hayek publiziert. Hayek war ein, in meinen Augen, Pseudoliberaler dessen Argumente für Freiheit und Markt auf Annahmen beruhen die nicht existieren und daher zwangsläufig in die Unterdrückung führen müssen. Warum Menschen Hayek folgen erschließt sich mir nicht, muss es vielleicht auch nicht.

Chris

Steuerliche Fake News

Beim Kampf gegen Fake News sind die Mainstream Medien nicht wirklich effizient, wenn sie diese selbst verbreiten. Die Behauptungen

Ein Single mit einem Bruttogehalt von 1940 Euro im Monat zahlt demnach 46 Prozent Steuern und Abgaben.
Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener mit 3250 Euro muss mit 51 Prozent mehr als jeden zweiten Euro abführen. 

sind schlicht und einfach falsch. Jeder kann das Nachrechnen wenn er will. Es sind bei der ersten Aussage 31,25 % und bei der zweiten 38,29 %. Wie man auf die über 40% Belastung kommt, weiß ich nicht. Es suggeriert, dass der Staat einem alles wegnimmt. Wenn man dann noch die Subventionen und staatlichen Leistungen gegenrechnet, sieht es nochmal anders aus.

Chris

Sonntag, 16. April 2017

Samstag, 15. April 2017

Laut INSM gibt es keine relative Armut

In den Kommentaren zeigt die INSM ihr wahres Gesicht.

da das Armutsrisiko relativ ist, kann selbst bei steigenden Lebensverhältnissen, das Armutsrisiko steigen, obwohl es keinem schlechter geht. 

Was bedeutet dieses Aussage? Sie bedeutet singemäß, dass die relative Armut nicht existiert. Den Umkehrschluss könnte man ja auch mal ziehen. Steigende Steuern an der Spitze stören nicht, da es keinem schlechter geht, wenn dort mehr Steuern gezahlt werden.

Chris

Montag, 10. April 2017

Medienkritik

Ich glaube sie merken nicht mal mehr, was für Widersprüche sie produzieren. So einen Journalismus braucht man nicht. Zu Recht kritisiert SPON die Inzenierung des Krieges durch den US Präsidenten.
Donald Trump inszenierte seinen Militärschlag gegen Syrien wie eine billige Realityshow. Doch die US-Medien beißen willig an - denn nichts verkauft sich so gut wie Krieg.

Man denkt sich, endlich haben sie es verstanden. Krieg ist schlecht, Mord auch. Wenigstens für irgendwas ist Donald Trump nütze. Dann dieser Satz
Das Foto aus dem "Situation Room", in diesem Fall ein Nebenzimmer in Trumps Privatklub Mar-a-Lago, wo sie die legendäre Szene der Aktion gegen Osama bin Laden vom Mai 2011 amateurhaft zu kopieren versuchten.

Wenn Obama Menschen ermordete, dann ist es legendär. Die Kritik, dass US Medien willig dem Präsidenten hinterherlaufen, untermalt SPON damit, dass sie genau das gleiche getan haben. Nur war es eben ein Demokrat und kein Repulikaner. Die Taten sind die gleichen, aber Mord scheint in Ordnung zu sein, wenn man die anordnende Person besser leiden kann...

Chris

Freitag, 7. April 2017

INSM - Neoliberale Mathematik

Wenn Herr Hessler den Durchschnitt der Lehrenden an deutschen Hochschulen repräsentiert, dann wundert mich das unterirdische Niveau wirtschaftspolitischer Themen überhaupt nicht mehr. Hier mal die neoliberale Wirtschaftsmathematik

Dazu kommt der Umstand, dass die Steuer- und Abgabenquote in Deutschland eine der höchsten, wenn nicht sogar die höchste weltweit ist; es herrscht hier leider eine gewisse Unschärfe aufgrund verschiedener Annahmen bei der Messung. Die Steuereinnahmen sind in den vergangenen zehn Jahren um rund 150 Milliarden Euro gestiegen. Eine Mehrbelastung, die von den Steuerzahlen zu finanzieren ist, die der Bürger also weniger zur Verfügung hat. Wenn wir die eingesparten Zinsen von rund 80 Milliarden Euro und die Steuermehreinnahmen von rund 150 Milliarden Euro zusammenrechnen, ergeben sich insgesamt 230 Milliarden Euro, die der deutsche Staat zum Schaden der Bürger mehr einnimmt beziehungsweise weniger ausgibt. Im Vergleich zu diesen 230 Milliarden Euro wirkt ein Bundesüberschuss von 19 Milliarden Euro doch eher winzig.

Die fetten Bereiche sind von mir. Die akkumlierten Zinsen und die akkumulierten Steuermehreinnahmen betragen 230 Milliarden Euro über 10 Jahre. Der Bundesüberschuss ist bei 19 Milliarden Euro. Oh Wunder, das ist nicht das Gleiche...

Ohne  Worte

Update
Hier sieht man, wie man Schlussfolgerungen ziehen kann, ohne in irgendeiner Art vorher Messungen, Vergleiche, etc. anzustellen. Es wird nur etwas geschrieben und behauptet. Danach wird zwingend etwas gefordert. Passt also konsistent zu den öffenltich wahrgenommenen Wirtschaftswissenschaften.

Chris

Mittwoch, 5. April 2017

Warum findet man dieses Scheitern nicht in den Medien?

Wissenschaftler sollen Fehler machen dürfen. Damit habe ich kein Problem. Allerdings sollten diese, wenn sie in der Öffentlichkeit auftreten und mit ihren Postulaten Politik zu beeinflussen versuchen, diese Fehler auch eingestehen. Das Bild stellt die Prognosen zur Mindestlohneinführung dar. Zu erkennen ist, dass keine auch nur im Ansatz eingetreten ist. Daher sollten unsere Medien diese Erkenntnis so publizieren. Dann ordnet man zukünftig diese Prognosen richtig ein. Sie sind eine mögliches Szenario auf Basis von Annahmen. Diese Annahmen können beliebig falsch sein, da Vereinfachungen getroffen werden müssen.

Chris

Mittwoch, 29. März 2017

Militärzynismus

Das US Militär fliegt angriffe "in der irakischen Stadt Mossul" und tötet dabei Zivilisten.


Immerhin wird eine gewissen Schuld eingeräumt. Wichtig dabei ist folgendes

Er betonte aber, dass man keineswegs absichtlich Zivilisten angegriffen habe. 

Na dann ist ja alles klar. Man bombadiert eine Stadt und tötet Zivilisten. Das ist nicht wirklich überraschend. Sicher waren die Zivilisten nicht das Ziel, aber die Opfer wurden billigend in Kauf genommen. Die gleiche Situation mit russischen Bombern, führt zu Empörungen. Die USA redet es klein. Wenn man richtig zynisch ist, könnte man dem Anis Amri unterstellen er wollte keine Menschen töten. Er wollte nur schnell über den Markt fahren und es waren Menschen im Weg. Wer so etwas behaupten würde, würde zu Recht angefeindet. Wenn Militärs Krieg in Städten spielen, dann ist das in Ordnung. Wir leben in einer kranken Welt und jeder sollte bei solchen Aussagen aufschreien. Den Toten ist es egal ob es ein versehen ist. Jeder militärische Führer der Krieg in einer bewohnten Stadt führt, nimmt billigend zivile Opfer in Kauf. Wenn das so ist, dann soll man das so kommunizieren. Nur wenn man das kommuniziert, sieht man klar wie abartig Kriege sind und das es keine gute Seite gibt.

Chris

Freitag, 24. März 2017

Der Irrsinn der deutschen Autoliebhaber

Der BUND will Verkaufsstopp für dreckige Diesel erzwingen. Hier mal ein paar Kommentare unter dem Text, welche den Wahnsinn (anders kann man es nicht nennen) in den Köpfen der Autofahrer darstellen.

Fortbewegung ist immer mit Energie verbunden. Früher war der CO2 Ausstoß zu hoch, daraufhin wurde immer mehr downgesizet und Turbotechnik verstärkt eingeführt. Der CO2 Ausstoß sank, aber die Stickoxidwerte stiegen in die Höhe. Entweder oder. Elektroautos sind auch nicht besser, solange der Strom von Kohle- und Atomkraftwerken kommt. Jeder größere Benziner verbrennt sauberer als die Mini Hubraum Motoren, der CO2 Ausstoß mag vielleicht höher sein, aber die Stickoxidwerte sind verschwindend gering. Hauptsache der Normalbürger muss am Ende dafür zahlen, ganz saubere Leistung.
Der Kommentar geht von der Annahme aus, dass Individualverkehr unverzichtbar ist. Erst mit dieser Annahme kann man der Logik folgen. Das angebliche downsizen ist Quatsch. Wieiviel Tonnen wiegt ein typisches Auto im Vergleich zu früher? Die Autos werden schwerer, der Verbrauch bleibt konstant und damit auch die Emmissionen. Die Relaitvierung mit den Elektroautos ist auch typisch. Der Strom ist nicht sauber... Das stimmt nicht ganz, man besser filtern könnte. Die wesentliche Kritik am Elektroauto ist, dass die Batterien umweltschädlich sind. Das Problem hier ist wieder der Individualverkehr. Viele Autos führen zu viel Verschmutzung, nur eben an anderer Stelle.
Der Verweis, dass der Normalbürger am Ende zahlt ist richtig. Entweder es wird teurer oder er wird vergiftet.
 
wer verschmutzt denn mehr die Umwelt LKW ? Schweröl verbrennende Luxusliner und Lastschiffe ? Flugzeuge ? Rinderherden? Der Diesel PKW Sektor ist bestimmt nicht der Tod der Umwelt. Was ist mit der Industrie? Schaut nach China , in die verlogene USA ( 12 Zylinder usw.). Aber an die PKW Fahrer ist leichter , und probloser ran zu kommen. Hört auf mit der Verdummung der Massen. Deutschland sollte nicht immer bei Allem der Vorreiter sein. Das geht nur zu Lasten des Volkes.!
Der nächste Relativierer. Es geht weder um LKW noch um Schiffe, Flugzeuge und Rinderherden. Es geht um Autos in Deutschland und nicht in den USA und China. Der Text zeigt deutlich, dass es keine Argumente gegen ein Verbot gibt. Sonst könnte man sie bringen. Nur weil eine Panzerfaust gefährlicher als eine Pistole ist, gehört beides nicht in die Hände eines Kindes.

finanziert diesen Verein? In unserer Welt sterben alljährlich hundettausende Kinder an Malaria bevor sie das fuenfte Lebensjahr erreicht haben. Die BUNDleute lassen ein Windrad stoppen weil dort ein (1) Rotmilan rumfliegt. BUNDleute setzen sich dann ins Flugzeug und fliegen in die weite Welt. Ist das alles noch normal, menschlich. Wann hört dieser Fanatismus endlich auf?

Umweltschutz ist Fanatismus.  Auch hier werden Vergleiche gebracht und eben keine Argumente gegen das Verbot. Das ist allen drei Kommentaren gemein. Es geht nicht darum inhaltlich gegen den BUND zu argumentieren, sondern gegen diesen zu agitieren. So zieht es sich durch die meisten Kommentare. Auf die Argumente gegen ein Verbot wird nirgendwo eingegangen. Ich würde mich freuen, wenn es generelle Fahrverboten in Städten gäbe. Weniger Lärm, bessere Luft, mehr Platz für die Menschen. Dafür müssten die Radwege und der Nahverkehr ausgebaut werden. Die viel zu großen Straßen könnten durch Parks ersetzt werden. In Deutschland ist so etwas Fanatismus. 
In einer fernen Zukunft, werden Menschen kopfschüttelnd Parkplätze und Parkhäuser in Museen betrachten und sich fragen "Es gab 2016 nicht genug Wohnraum in Großstädten, aber Autos parkte man in Häusern in der Innenstadt?"

Chris

Dienstag, 21. März 2017

Warum schaden sich die Nachdenkseiten selber Teil 2

Nun ist es also der Kennedy Mord. Kritisch sein ist gut und schön. Die Nachdenkseiten sollten sich in meinen Augen auf das besinnen, was sie beherrschen. Das ist nun einmal linke Wirtschaftspolitik. Medienkritik funktioniert auch noch halbwegs. 
Je mehr sie sich dem Verschwörungsrand nähern, desto unseriöser wirken sie. Damit meine ich nicht, dass die Aussagen und Analysen falsch sind. Es ist aber egal. Wer gegen den Mainstream anschreibt und dabei als seriöse Quelle zitierbar bleiben möchte, sollte nur etwas publizieren was belegbar ist. Genau, dass ist das Problem, wenn über 9/11 oder den Kennedy Mord spekuliert wird. Man findet alle Arten von Belegen. Allerdings zeichnen diese Belege sich oft genug durch ein Fehlen von Primärquellen aus. Sozialwissenschaftler können dann auf einmal Aussagen von Architekten und Bauingenieuren einschätzen und gegeneiander Wichten. Plausible Argumentationen kann jeder Ingenieur aufspannen. Aber erst wenn man Messungen durchführt, wird die vermutlich richtige Argumentation validiert. So auch bei Kennedy. Es ist Spekulation was bei der Veröffentlichung der Akten in diesem Jahr herauskommt. Daher sollte man abwarten bis es soweit ist. Wenn Bröckers meint, es sei ein Inside Job gewesen, gut und schön. Aber man sollte sich dann nicht wundern, warum die Nachdenkseiten für Außenstehende zu den Verschwörungsspinnern gehören. In der Tagesschaurealität ist das eine Verschwörungstheorie und Verschwörungstheoretiker sind Spinner. Das sollte Albrecht Müller wissen. Daher verstehe ich nicht, warum man sich selbst schwächt. Schließlich geht es doch darum, die deutsche Sozialpolitik wieder in die richtige Richtung zu bringen. 

Chris

Sonntag, 5. März 2017

Probleme die keine sind

Frank Schäffler vermutet "Unternehmen würden seiner Meinung nach ältere Arbeitnehmer zulasten der Arbeitslosenversicherung in den Vorruhestand schicken.", wenn Martin Schulz eine Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeld II umsetzt. Mein Kommentar

Er vermutet das also? Als ob Unternehmen einen Arbeitnehmer behält weil er alt ist, aus reiner Nächstenliebe. Ein Unternehmen entlässt einer Person, wenn es sich nicht mehr rechnet.

beanwortet Herr Schäffler

Nein, Konzerne können Mitarbeiter nicht einfach entlassen 

Ohne Worte. Die seichteste linke Politik ist schon zuviel. Um diese zu verhindern, kann man sich den ein oder anderen logischen Widerspruch erlauben.

Chris

Mittwoch, 1. März 2017

Empfehlung: Aufwachen.org

Hier mal etwas interessantes zum Bauwesen in Deutschland. Das Fazit ist, dass öffentliche Projekte in Deutschland gegen die Wand gefahren werden, da die Kontrolle fehlt. Am Beispiel Elbphilharmonie hätte der Bürgermeister der Stadt Hamburg sich selbst anzeigen müssen, um die Gesetze die er verletzt hat, zur Geltung zu bringen. 
Ich bin kein Bauexperte, aber wenn uns ein Ex-Bürgermeister erzählt man hätte nicht ohne fertigen Plan anfangen sollen zu bauen, merke selbst ich, dass das keine gute Idee ist. Das es sogar gegen bestehendes Recht verstößt wusste ich nicht. Hinterher jammern wieder alle. Bei Kleinkram braucht man aufwendige Ausschreibungsprozesse, usw. Bei hundert Millionen Beträgen fängt man halt schon mal an.

Nachtrag:
Nett ist auch das die privaten Spenden für die Philharmonie von zwei Milliardären gespendet worden sind. Das untermauert mein Argument, dass eine Machtkonzentration durch Reichtum eben auch gefährlich ist.

Chris

Dienstag, 28. Februar 2017

Es kommt wie es kommen musste

Da relativiert ein Herr Schulz die Agenda 2010 auch nur einen Mikrometer und schon kommen sie aus den Löchern gekrochen. Neoliberale und konservative Politiker die einen Linksruck im Land fürchten und den Weltuntergang, mal wieder, hervorsagen. Hinterher wundern sich diese Leute warum die Leute, weggescheucht von einer potentiellen linken Alternative, verschreckt nach rechts rennen. Wer hätte das ahnen können. So auch Herr Vöpel seines Zeichens Wirtschaftsprofessor. Er fängt mit einem lächerlichen Anfangssatz an, den man erst einmal verdauen muss

Soziale Gerechtigkeit wird plötzlich zum bestimmenden Thema des anstehenden Bundeswahlkampfes. 

 Plötzlich also? Irgendwas habe ich verpasst. Soziale Gerechtigkeit ist immer schon ein bestimmendes Thema. Nur wird es in der Regel ignoriert und kommt in den Medien kaum vor. Nun taucht es auf, weil man sich so, teilweise zu Recht, die AfD Misere erklärt. Das scheint beim Herrn Professor nicht angekommen zu sein.
Stattdessen blubbert er Worthülsen. Anders kann man einen solchen Absatz nicht beschreiben

Allzu plakativ wirken die Parolen der Parteien. Das Problem ist weit vielschichtiger, schwieriger und bedeutender. Die Fundamente sind fragil, die Zeiten kritisch. Es stehen nicht weniger als die Zukunft der Globalisierung und die Bewahrung der Demokratie auf dem Spiel. Jetzt die falschen Antworten auf die drängenden Fragen zu geben, wäre fatal

Irgendwie kommt einem das bekannt vor. Geht es abwärts müssen wir reformieren, damit es wieder aufwärts geht. Geht es aufwärts dürfen wir ebenfalls nichts verteilen, weil es wieder abwärts gehen könnte. Nichts ist belegt alles nur Hülse. Das ist das Niveau der politischen Einflussnahme. Es ist so lächerlich, dass man sich fragt wie sie funktionieren kann. Vor allem der letzte Satz ist doll. Er sagt aus, das ER die Wahrheit weiß. Diese Wahrheit ist nicht leicht zu erkennen, weil sie wieder nur aus Hülsen besteht. Man muss die Agenda weiterentwickeln, damit sie gerechter wird, aber nicht zurücknehmen. Von mir aus gerne. Man kann das zurücknehmen einfach weiterentwickeln nennen und gut. Dann ist der Phrasenprofessor befriedigt und niemand der diese unsoziale Reform umgesetzt hat muss sein Gesicht verlieren.

Die Agenda 2010 zurückzunehmen, ginge an den eigentlichen Problemen vorbei. Im Gegenteil: Wir müssen sie heute, da wir vor dem demographischen Wandel und der digitalen Transformation stehen, weiterentwickeln angesichts der Herausforderungen der Zukunft und den veränderten Anforderungen an die Gesellschaft – für mehr, nicht für weniger Gerechtigkeit. Aber wie viel Verteilungsspielraum existiert eigentlich, wie kann mehr Gerechtigkeit hergestellt werden und was hat das mit Populismus zu tun?
 
Mit der Globalisierung ist Kapital weltweit mobil und mit der Integration von China und Indien in die Weltwirtschaft ist Arbeit relativ reichlich geworden. So wie sich in den Schwellenländern über die Zeit eine Mittelschicht gebildet hat, ist quasi spiegelbildlich der Druck auf die untere Mittelschicht in den Industrieländern gestiegen. Gleichzeitig entzog sich Kapital aufgrund seiner grenzüberschreitenden Mobilität der nationalen Besteuerung. Die Folge war, dass auf nationaler Ebene die Globalisierungsgewinne nicht umverteilt werden konnten.

Alles ist ein Naturgesetz. Man konnte ja nichts machen. Das ist natürlich Blödsinn. Laut Michael Hartmann ist die globale Reichtumselite nicht im Ansatz so mobil wie sie vorgibt. Was hindert eine Gesellschaft daran, Großkonzerne für Leistungen die in Anspruch genommen werden zu besteuern? Niemand, außer die Behauptung es ginge nicht. 

Als Resultat ist durch die Globalisierung die weltweite Einkommensverteilung gleichmäßiger geworden, während sie vielerorts auf nationaler Ebene ungleichmäßiger geworden ist. 
Dann ist ja alles gut.
Diese Passage ist wieder einmal komprimiert was ich an neoliberaler Ideologie so liebe.
Diese Mechanismen der Globalisierung haben vor mehr als zehn Jahren enormen Anpassungsdruck in vielen Ländern erzeugt, der in Deutschland politisch mit der Reform Agenda 2010 beantwortet worden ist. Die Wirkungen dieser Politik haben zweifelsohne dazu beigetragen, dass Deutschland gut und besser als andere Länder durch die globale Finanzkrise und die Euro-Krise gekommen ist, aber haben eben auch dazu geführt, dass die deutschen Exportüberschüsse mittlerweile ein strukturelles Ungleichgewicht in Europa erzeugt haben.
 
Ich übersetze mal. Die Agenda beruht auf der Ausbeutung anderer europäischer Länder. Deutschland konnte seinen Arbeitsmarkt durch Exportüberschüsse halbwegs stabilisieren, führte die Eurozone in eine gefährliche Instabilität die man vielleicht beheben muss. Wie kann man trotz dieses offensichtlichen Agendafehlers das Ganze für einen Erfolg halten. Frei nach dem Motto, ja ich habe 6 Kilogramm abgenommen. Leider musste ich mein Bein abschneiden.
Darum der Rückzug in die Komplexität.

Nun hat sich der Wind gegen die Globalisierung gedreht. Auch in Deutschland, dem vielleicht größten Profiteur von Globalisierung, sind Verteilungsfragen wieder auf die Agenda geraten. Gesellschaften reklamieren wieder stärker das demokratische Recht für sich, soziale Gerechtigkeit innerhalb ihrer nationalen Souveränität zu adjustieren. Das hat sehr weitreichende Folgen, denn es bedeutet, das Zusammenspiel zwischen Globalisierung, Nationalstaat und Demokratie in eine neue, vielleicht verträglichere Balance zu bringen. Aber zu glauben, man könne Globalisierung für mehr soziale Gerechtigkeit einfach eintauschen, wäre eine gefährliche Illusion. Gleichwohl fängt die Politik wieder an, zu suggerieren, man könne Einkommensverteilung, Wachstum und Beschäftigung frei und unabhängig voneinander wählen.

Alles ist komplex, darum darf man keine Reform anstoßen. Bei der Agenda 2010 war scheinbar noch nichts komplex und man wusste genau wie es funktioniert. Eben jene Wissende sind jetzt nicht in der Lage Prognosen zu machen, sondern können nur mit Geschwurbel warnen.


Dessen ungeachtet existiert erkennbar ein tiefes Bedürfnis nach mehr sozialer Gerechtigkeit. Eine Rücknahme der Agenda 2010 löst keines dieser Probleme. 

Warum nicht. Menschen werden wieder mit Würde bedacht und müssen sich nicht jeden Beruf annehmen auch wenn sie nicht wollen.

Auch das zuletzt häufiger diskutierte bedingungslose Grundeinkommen greift viel zu kurz. Die Zementierung der sozialen Verhältnisse ist das eigentliche Problem. Gerechtigkeit ist kein Zustand, sondern die Möglichkeit, sie immer wieder neu herzustellen. Nur eine durchlässige und in diesem Sinne chancengerechte Gesellschaft ist eine neidlose Gesellschaft. Kein Vermögen bilden zu können, keine Perspektive für Aufstieg zu haben, ist das, was Frust schafft. 

Alles gut erkannt, aber keinerlei Lösung in Sicht.

Die Folge: Immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft machen ihre Zufriedenheit vom sozialen Vergleich statt von der individuellen Perspektive abhängig. Das ist politisch und sozial gefährlich, denn es stärkt das Motiv der Wähler, entrückte Eliten zu bestrafen.
Das er zu diesen Eliten gehört erkennt der Herr Professor nicht. Denn er rechnet das Problem klein und negiert mögliche Änderungskonzepte. Daher wettert er noch kurz gegen den Polulismus, feiert die Demokratrie und die Soziale Marktwirtschaft und kommt mit einer neuartigen Schlussfolgerung.

Die Folge ist das, was wir heute Populismus nennen und überall beobachten können. Bessere Antworten bieten die Populisten nicht an, aber sie befriedigen ein Bedürfnis nach Revolution.
In diesem Sinne ist das Versprechen von Sozialer Marktwirtschaft und Demokratie, gerechten Wohlstand für alle zu erzeugen, nicht erfüllt worden. Vertrauen in Politik und Institutionen ist verloren gegangen. Dieses Versprechen gilt es nun zu erneuern, und zwar vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen. Demographischer Wandel und digitale Transformation werden den gesellschaftlichen Zusammenhalt nochmals erheblich auf die Probe stellen. 
Umverteilung lähmt Innovation. Ohne Worte. Die Statistik würde ich mal gerne sehen, wo man diesen Zusammenhang kausal zeigen kann.
 
Statische Umverteilungspolitik aber würde die Wachstums- und Innovationskräfte lähmen.
Wer auf solcher Blubebene spazieren geht ist sich nicht zu schade den üblichen Floskeln zu verbreiten.

 Die Aktivierung des Dreiklangs aus Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik ist zentral. Das Fördern von „Fordern und Fördern“ der Agenda 2010 muss auf diesen drei Ebenen gestärkt werden für mehr Durchlässigkeit durch Bildung und Vermögen. So wird wieder stärker die eigene Zukunftsperspektive und nicht der sozialen Vergleich zur Antriebsfeder der Sozialen Marktwirtschaft. Der Globalisierung fehlte es lange an einer übergeordneten Philosophie. Mit der Digitalisierung haben wir eine neue Chance, eine humane und soziale Perspektive für die Gesellschaft insgesamt mitzuentwickeln.

Diese sind nicht falsch, blenden aber zentrale Probleme aus. Die Schuld arm zu sein wird generell dem Armen zugeschrieben. Das mag in einigen Fällen stimmen, aber sicher nicht in Allen. Das zentrale Problem der Ungleichheit ändert man eben nicht, indem man alle 95% der Bevölkerung möglichst gut ausbildet. Sie prügeln sich weiterhin um einen kleinen Teil des Kuchens. Man muss die Spitze stutzen. Das führt automatisch zu mehr Demokratie. Denn der Wert der Stimmen wird angeglichen. Es führt zu mehr sozialen Miteinander, weil die Kinder reichsten Menschen sich auch anstrengen müssen, sie müssen auch öffentliche Einrichtungen nutzen und sind daher tendenziell bereit Steuern zu bezahlen. Weniger Konzentration an der Spitze bedeutet, dass die Gewinne der Unternehmen auf mehr Schultern verteilt werden. Das alles wäre möglich, wenn man eine Vision formuliert und lange daran arbeitet.
Wirtschaftsprofessoren sind aber scheinbar visionslos. Sie fixieren den Status Quo den sie leidlich beschreiben können. Die Agenda muss weg, weil sie die Ziele einer gerechteren lebenswerten Gesellschaft nicht erreichen kann. Wachstum und BIP sind sekundär. 

Chris

Montag, 27. Februar 2017

Hinterher wundern sie sich

Man muss nicht mit allem was die Linke zu bieten hat einverstanden sein. Man braucht auch nicht einer Sahra Wagenknecht blind zu folgen. Sowohl die Partei als auch diese Politikerin werden sich den realen Umständen beugen müssen, wenn sie mal an die Macht kommen sollten. 
Selbst wenn man nicht einverstanden ist, sollte man Argumente bringen. Stattdessen diffamieren viele Medien Personen und Parteien. Die AfD ist eine Nazipartei. Damit hat sich jede Diskussion erübrigt. Die Linke schlägt Themen vor, welche die AfD auch vorschlägt, will sie damit am rechten Rand fischen? So oder so ähnlich wird das Spiel gespielt. Das ist alles offensichtlich und wird leider funktionieren. So spielen Medien eben. Am Ende wird etwa herauskommen, was niemand erwartet hatte. Die AfD wird stark eine linke Alternative wird es nicht geben. Würde man sich sachlich mit den Themen auseinandersetzen und mal etwas entspannter an die Sache herangehen, würde man die AfD mühelos auseinandernehmen können. Bei der Linke wäre es schwerer. Die Löhne steigen faktisch nicht und die Ungleichheit ist hoch. Die Infrastruktur ist marode, es fehlen Visionen und unsere Europapolitik ist absurd. Das alles lässt sich belegen und liegt auf der Hand. Gegenthesen sind schwer zu finden. Ich denke das ist der Grund. Man kann gegen die Linke sein. Aber gegen sie zu argumentieren ist Arbeit. Diffamieren ist einfacher, also macht man genau das. Wenn Merkel sagt wir müssen Autobahnen bauen, dann jubeln die Medien. Wenn die Linke das fordert, dann wird der Verweis auf die AfD und Hitler gegeben. 
Falls sich irgendein Medienvertreter fragt warum Medien heutzutage unglaubwürdig sind, dann ist das die Antwort. Menschen merken so etwas.

Chris

Montag, 20. Februar 2017

Wahnsinn

Der friedliche Islam soll sich von Terror distanzieren...

Warum eigentlich? Ist Islam = Terror?

Man kann keine Managergehälter deckeln...

Warum eigentlich? Einen Mindestlohn gibt es doch auch.

Saudi Arabien wird von CIA dafür gelobt dem Weltfrieden und dem Kampf gegen den Terror zu dienen...

Krieg in Jemen und Förderung des islamischen Staats sind egal.

Und immer noch kein geschlossenes Guantanamo Bay.

Das ist der Wahnsinn unserer Welt. Unsere Politikeliten jammern, dass die Welt unsicherer geworden ist. Sie verkennen, dass sie Teil des Problems sind. Sie verkaufen uns Gewalt als notwendig und wundern sich, dass sie Gewalt ernten. Sie verkaufen uns Ungerechtigkeit als notwendig und wundern sich, wenn Menschen "Alternativen" wählen. 
Ich finde die aktuellen Entwicklungen nicht überraschend. Im Grunde spiegeln die Menschen ihre Eliten wider. Wer Hass, Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit als normales eigenes Argumentationsmuster zulässt, darf sich nicht wundern, dass sich Menschen diese Methodik abschauen. Wenn die Menschen sehen, dass Mörder frei herumlaufen, weil sie Präsident oder Kanzler sind und irgendwas von Weltfrieden reden, dann braucht man sich nicht wundern, dass man sie nicht mehr Ernst nimmt.

Chris

Dienstag, 14. Februar 2017

Wie rede ich mir etwas schön

Die INSM macht im Moment eine Offensive, um die Liberalisierungen der letzten Jahre zu feiern. Aktuell ist es der Fernbus vs. Bahn. Nur ein paar Punkte als Kritik dieses undifferenzierten Geschwurbels. Warum ist der Bus billiger?
  1. Die Busunternehmen nutzen Infrastruktur ohne sie selbst zu bauen. Wenn sie Maut zahlen müssten wie LKW sähe die Welt anders aus.
  2. Fernbusse fahren nur auf renditeträchtigen Strecken.
  3. Fernbusse fahren nicht im Stundentakt.
  4. Fernbusse können niemals eine reale Konkurrenz zur Bahn sein, da sie die große Zahl von Personen nicht transportieren können.
  5. Fernbussunternehmen zahlen schlecht und befinden sich aktuell im massiven Preiskampf.
  6. Fernbusse sind in der Regel langsamer bei den Verbindungen großer Städte.
Fernbusse sind also mit der Bahn nicht zu vergleichen. Würden diese Unternehmen eine ähnlich Taktung wie die Bahn fahren, wären sie teurer, da sie nicht immer ausgelastet sind. Es gibt auch noch keine Gewerkschaften. Die werden hoffentlich kommen, sodass die Busfahrer vernünftig bezahlt werden. Warum Busse keine Maut zahlen ist ebenfalls nicht klar. Das alles muss also differenziert betrachtet werden. Ich halte die Fernbusse für einen großen Fehler. Sie steigern den Verkehr auf den Straßen, verschleißen die Straßen, sind Umweltverschmutzender als die Bahn und bringen keinen zusätzlichen Vorteil. Statt die Bahn vernünftig auszustatten und die Quasiprivatisierung zurückzuziehen, wird wieder einmal durch Pseudowettbewerb versucht irgendetwas zu regeln. Ideologie siegt vor Vernunft.

Chris

Mittwoch, 8. Februar 2017

Was ich nicht verstehe

In den letzten Wochen wird immer wieder über Trump geredet, wie schlimm er sei, usw. Was ich nicht verstehe ist, warum wird sich so entrüstet. War denn die US Außenpolitik bisher von Ausgleich und Fairness dominiert. Ich denke nicht. Immer noch wird Deutschland, obwohl ein Verbündeter, von der NSA abgehört. Der Irak Krieg, Syrien, Libyen, Jemen, Afghanistan sind scheinbar vergessen. Da wird die USA in den Gedanken der Menschen zur Friedensmacht und das wird jetzt zerstört? Ich verstehe das alles nicht. Trump ist ein Idiot. Seine Politik ist bestenfalls fragwürdig. Die Millionen Toten eines George W. Bush muss er aber erst einmal toppen.
Das Gleiche gilt für die Putin Argumentation. Wie kann man denn, zu Recht, Russland kritisieren, dass sie die Krim annektiert und gleichzeitig die Kriege der USA und deren massive Völkerrechtsverletzungen hinnehmen. Warum empören wir uns da nicht. Was übersehe ich da, oder leben wir wirklich in einer Welt in der Wir die Guten sind und Die die Schlechten? Ich will in einer Welt leben, wo die Allianzen egal sind und Menschen für ihren Taten verantwortlich gemacht werden. Bei Trump gibt es noch keine Taten und wir regen uns auf. Bei Obama gab es jede Menge Taten und die Angehörigen der Toten werden ihm nicht nachjammern wie wir es tun. Der Unterschied zwischen beiden Präsidenten ist in meinen Augen, dass Obama besser reden konnte. Es klang besser in den europäischen Ohren, weniger arrogant eben. Die Taten sprachen eine andere Sprache.

Chris

Dienstag, 24. Januar 2017

Da wundern sich die Lobbyisten

Ist der Neoliberalismus schuld an „The Donald“ und Konsorten? stellt sich die INSM als Frage. Die Antwort ist einfach, nein. Die Begründung für diese Ausage ist pseudoökomomisches Geschwafel. Die wesentlichen Gründe warum der "real existierendem Neoliberalismus" mit etwas schlechtem assoziiert wird. Liberalismus und Deregulierung wird nämlich als Wert an sich verstanden. 
Thatcher und Reagan entfesselten damit die Finanzmärkte. Das kann man ja als Verfechter der neoliberalen Ideologie gut finden. Wenn man dann aber ignoriert, dass die Crashrate massiv zunahm, dann versteht man natürlich nicht die Probleme, welche die Menschen mit dieser Politik haben.
Die INSM Verfechter schreiben dann auch solche Aussagen
 per se richtigen Reformen von Weltbank und IWF in Transformations-, Schwellen- und Entwicklungsländern.
Das tun sie, obwohl der IWF selbst mittlerweile seine Politik der Liberalisierung hinterfragt. Die zwei Beispiele verdeutlichen, was ich mit pseudoökonomischen Geschafel meine. Es werden die unangenehmen Dinge ausgeblendet, die Angenehmen werden hervorgehoben. Daher ist die Agenda auch etwas tolles. Und auch hier zeigt sich das eigentliche Problem in einem Kommentar

was an den Reformen von Schröder so erfolgreich war? Die Reformen der Agenda haben sich vor allem in der Umstrukturierung des Arbeitsmarktes sowie der Arbeitsvermittlung bewährt. Das Herzstück, die Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialhilfe („Hartz IV“), hat sich beschäftigungspolitisch nach herrschender Meinung der Evaluationsforschung besonders gelohnt. Die strukturelle Arbeitslosigkeit sank allein durch diese Maßnahme – je nach Evaluationsverfahren – um bis zu 2,8 Prozentpunkte. Der Anreiz zu arbeiten stieg mit der einhergehenden Kürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld sprunghaft an. So beseitigte Hartz IV Fehlanreize – gerade für die arbeitsmarktpolitische Problemgruppe der Älteren. Im Ergebnis: Die Reformen waren eine Zumutung, aber eine, die sich gelohnt hat

Die INSM vertritt die Eliten aus Wirtschaft und Politik. Daher spiegelt sie in gewissen Maße das Weltbild aus diesen Köpfen wieder. Die Reformen sind gut, weil die herrschende Meinung es sagt. Nur ist Meinung eben keine empirische Basis. Jeder hat eine Meinung. Richtig ist, dass die Arbeitslosenzahlen zurückgegangen sind. Aber zu welchem Preis? Sind die Löhne vernünftig, oder die Arbeitsbedingungen? Das ist letztenendes der Kern des Problems. Ich reduziere Arbeitslosigkeit um der Arbeitslosigkeit willens. Dabei sollte Arbeit nicht Selbstzweck sein. 
Hinzu kommt die unglaublich verachtende Wortwahl. Da wird Kürzung der Bezugsdauer als Anreiz verkauft. Alte Menschen sind Problemgruppen. Das Fazit der INSM lautet dann natürlich, dass die Agenda 2010 ein Erfolg war und sich gelohnt hat. Aber auch hier schreibt sie nicht für wen es sich gelohnt hat.
Die Menschen die es betrifft sind enttäuscht und haben keine Hoffnung. Sie gehen unter in der Interpretation falscher Kennwerte. Ihre Sorgen werden weggemittelt und man versteht sie dadurch nicht. Diese Menschen müssten doch glücklich sein, weil die Wirtschaft wächst. Das tut sie aber eben bei diesen Menschen eben gerade nicht. Wer jeden Tag Angst haben muss in die Armut abzurutschen, oder eben Angst hat, dass seine Kinder abrutschen, der wird den Neoliberalismus eben zu Recht verteufeln.

Die Mainstream Ökonomen sind wie die aktuellen politischen Journalisten. Die Journalisten verteufeln Russland, ohne sich in die Lage des Landes zu versetzen. Sie verstehen nicht, dass die NATO Osterweiterungen als aggressiv wahrgenommen werden. Die Ökonomen schauen durch die Brille ihre falschen Modelle auf die Welt und wundern sich, dass Menschen sich nicht verhalten wie erwartet. Sie verstehen nicht, dass Menschen eben nicht sterben wollen, um das Modell blind zu befolgen. Sie sitzen eben weit weg und denken nicht mehr. Solange sie das tun und die Menschen in den verschiedenen Ländern nicht sprechen und verstehen, werden sie Trump nicht verstehen. Sie werden den Brexit nicht verstehen und auch nicht, dass Angela Merkel wieder Kanzlerin werden wird. Denn rational ist das alles nicht. Wären wir rationale Menschen würden wir auf neoliberale Ökonomen nicht hören und sie zum Teufel jagen.

Chris

Montag, 23. Januar 2017

Was unterscheidet Trump von anderen Politikern

Trump lügt
Das tun andere Politiker auch. Nur tut er es so offensichtlich, dass sich die Medien empören müssen. Indem er es offensichtlich tut, nimmt man den Medien den Enthüllungsjournalismus und die Empörung über die entdeckte Lüge. Merkel wusste auch nichts von Ramstein und was dort läuft. Schon klar.

Trump ist gefährlich
Warum eigentlich? Er geifert rum und tut agressiv. Ist das schlimmer als jemand der den Friedensnobelpreis bekommen hat und eine Drohnenprogramm ohne Ende nutzte? Oder ist es schlimmer als jemand der zwei Kriege vom Zaun brach; einen dabei auf Basis von einer offensichtlichen Lüge? Ob Trump gefährlich ist oder nicht, wird sich zeigen. Fairerweise muss man sagen, man weiß es nicht.

Trump handelt irrational
Das ist ebenfalls Blödsinn. Er handelt ebenso rational wie andere Politiker, nur eben mit anderen Mitteln. Mir kann niemand erzählen, dass jeder CSU Poltiker gerne zu dutzenden Weinfesten rennt. Er macht das, weil seine Wähler das implizit von ohm fordern. Trump nutzt Twitter. Das kann gut oder schlecht halten. Der wirkliche Unterschied ist die Reichweite. Diese bekommt er auch ohne die Medien.

Trump hat keine Inhalte
Eine solche Kritik aus den deutschen Medien finde ich besonders amüsant. Vieles was sie Trump zu Recht vorwerfen, können sie auch auf die deutsche Politik münzen. Wieviel substanziellen Inhalt verbreitet denn Angela Merkels "Wir schaffen das" oder Obamas "Change"? Die beiden Politiker passen ins Bild der Medien und sie gefallen ihnen. Also keine Kritik. Objektiver Journalismus hätte diese Floskeln ebenso kritisieren müssen, wie sie es jetzt bei Trump tun.

Fazit
Man kann dieses Spiel weiterspielen. Nur was bringt es? Trump passt nicht ganz ins Schema. Er will mit Russland kooperieren. Für uns Europäer, die zwischen diesen Machtblöcken stehen, eigentlich eine gute Sache. Er führt die Medien vor und spiegelt ihnen ihre Fehler. Auch das finde ich per se nicht schlecht. So wird die Arroganz im Besitzt der einzig richtigen Wahrheit zu sein, vielleicht etwas beschnitten. Journalisten sollten eben endlich aufhören über die Person Trump zu meckern. Sie sollten anfangen die Taten Trumps zu analysieren und wenn nötig zu kritisieren. Das gilt genauso für die AfD, CSU, CDU, SPD, Linke, Grüne,...
Lasst sie reden und prüft die Taten. Reden sind schnell vergessen. Gesetze hat man länger.

Chris

Freitag, 20. Januar 2017

Daran erkennt man das Schäuble zu alt ist

Wolfgang Schäuble: Wir haben eine bewegte Zeit, aber man darf nicht den Fehler machen, stets das Hier und Jetzt zu überschätzen. Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie 1956 der Volksaufstand in Ungarn niedergeschlagen wurde und die Sowjetunion gleichzeitig wegen der Suezkrise mit Atomangriffen auf Paris und London drohte. Auch während der Kubakrise 1962 musste man sich Sorgen um den Frieden machen, und und und. Jede Zeit hat ihre Probleme, auch die heutige.

Schäuble ist alt wie man sieht. Er erkennt nicht, dass das deutsche Modell viel mehr zu exportieren als zu importieren jetzt am Ende ist. Es ist weder ein nachhaltiges Modell, noch ein sinnvolles. Eine kurze Zeit konnte man sich aber wichtig fühlen. Jetzt hat man Angst, dass die USA die deutschen Importe mit Zöllen belegen. Die Briten drohen ebenfalls damit. Wenn dann ein Herr Schäuble den Euro Raum ein Sparprogramm abpresst, wird es eng mit den Exporten. Spannende Zeiten.

Chris

Freitag, 13. Januar 2017

Wenn Lobbyorganisation Klartext schreiben

Wie leicht man – trotz Liberalisierung – unliebsame Wettbewerber ausbooten kann, zeigte sich im Herbst 2007. Damals beschlossen die Postgewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband Postdienste einen Tarifvertrag über einen Mindestlohn von 9,80 Euro in Westdeutschland und 8 Euro in Ostdeutschland. Solche Stundenlöhne konnten private Anbieter schlicht nicht bezahlen – und versuchten deshalb erst gar nicht, auf dem Briefmarkt tätig zu werden.

Wettbewerber konnten sich auf dem Markt nicht einbringen, weil ein Lohndumping nicht möglich war. Innovation reicht offensichtlich nicht aus. So sozial sieht also die Initiative neue soziale Marktwirtschaft aus. Ehrlicher kann man es eigentlich nicht verkaufen. Warum kann die Post denn die Löhne zahlen? Ach ja weil die Preise höher sind, sie bereits ein Vertriebsnetz betreiben, etc. Neue Teilnehmer am Markt können nur über geringere Preise hinzukommen. Das können sie über Innovationen in der Produktivität oder über Lohndumping machen. Scheinbar gibt es keine Innovationen mehr beim Postdienst.
 Nur stellt sich die Frage, warum sollte man diesen Markt überhaupt Liberalisieren? In der Summe werden nicht mehr Briefe verschickt werden. D.h. man wird wohl nicht mehr Menschen brauchen um sie zu verteilen. Man braucht auch nicht mehr Infrastruktur, denn die Briefe werden auch heute schon verteilt. 
Lässt man es zu, dann fahren mehr Fahrzeuge herum, es werden mehr Personen schlecht bezahlt, ohne das sich an der Leistung für den Kunden irgendetwas ändert. Sie wird vielleicht etwas billiger. Das Fazit lautet also, das was die INSM kritisiert, reduziert den Verkehr, schont die Umwelt und sorgt für ein Einkommen von dem Menschen halbwegs leben können. Das ist dann für diesen Lobbyverein unsozial, weil es den heiligen Regeln des Marktes widerspricht. Amen.

Chris

Donnerstag, 12. Januar 2017

Liberalisierung ist toll!!!

Wenn von Liberalisierung die Rede ist, hagelt es in der öffentlichen Diskussion häufig Kritik. Am Beispiel der fünf Branchen Post, Telekommunikation, Luftverkehr, Fernbuslinienverkehr und Strom zeigen wir in einer Serie, dass die Öffnung dieser Märkte den Verbrauchern fast ausnahmslos große Vorteile gebracht hat.

Solch eine Vereinfachung der Welt kann auch nur das Sprachrohr des Pseudoliberalismus bringen. Die erste Vereinfachung ist, dass nur auf die Verbraucher geschaut wird. Die zweite Vereinfachung ist, dass nur auf die Preise geschaut wird. Wenn man das beides macht, dann ist Liberalisierung teilweise tatsächlich eine Erfolgsstory. Sieht man sich das Gesamtpaket an, dann wird es düster. Schauen wir uns die fünf Branchen an. Zu jeder fällt mir mindestens ein Negativresult ein. Daher hier ein paar Punkte die wenigstens beleuchtet werden sollten.

Post
- schlechtere Arbeitsbedingungen
- Qualität des Service ist gesunken

Telekommunikation
- wieviel Wettbewerb gibt es eigentlich zwischen 3 großen Anbietern?
- kein Breitbandausbau
- wieviel des gepredigten Vorteils und der Preissenkungen resultieren eigentlich aus der technologischen Entwicklung?

Luftverkehr
- Arbeitsbedingungen

Fernbuslinienverkehr
- Abnutzung der Straßen
- Umweltverschmutzung
- Lärm und Stau in den Städten
- schlechte Arbeitsbedingungen
 
Strom  
- Lagerung des Atommülls
- Klimaschutz

Andere Liberalisierungsprojekte werden nicht einmal betrachtet. Dabei zeigen sie deutlich das Scheitern auf. Autobahnbauten sind teurer, obwohl es privat durchgeführt wurde. Die Wasserpreise privatisierter Unternehmen ist höher. Private Krankenkassen werden deutlich teurer als die gesetzlichen. Die private Rente hat massive Probleme, trotz dem gottgleichen Wettbewerb. Müll, Nahverkehr, Bahn, etc. selten wird etwas besser. Meist wird es teurer und die Qualität sinkt. Das ist auch nachvollziehbar. Was die INSM verschweigt ist, dass in der Regel das staatliche Monopol durch einen oder wenige private Anbieter ersetzt wird. Diese senken kurzfristig die Preise, damit kein Konkurrent auf den Markt kann. Dann steigen die Preise kräftig. Die Arbeitnehmer müssen das dann aushalten.
Daher ist eine reine positive Sicht nicht sinnvoll. Eine Privatisierung sollte gesamtgesellschaftlich betrachtet werden. D.h. es muss Vorteile für die meisten Menschen bringen. Nur einseitig auf Kosten, ohne den Nutzen zu schauen, ist Blödsinn.
Genau das müssen Ökonomen aber wahrscheinlich machen. Denn nur so können sie ihre Kosten argumentieren. Der Nutzen von solchen Analysen ist nämlich Null.

Chris

Freitag, 6. Januar 2017

SPON schick bitte deine Autoren in die Schule

Wer schreibt ein solche Überschrift

Russland zieht Flugzeugträger aus Mittelmeer ab
 
dann eine solche Unterüberschrift?

Moskau will damit begonnen haben, die Zahl seiner Truppen in Syrien zu reduzieren. Der Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" und mehrere Begleitschiffe sollen die Region verlassen haben. 

Sind die Truppen abgezogen oder nicht? Die Konjunktivierung der Aussage zeigt nur, dass SPON keine Ahnung hat. Gleichzeitig wird Russland unterstellt, die behaupten was und tun etwas anderes. Es wird nicht etwa gelobt, dass Russland sich aus diesem Krisengebiet zurückzieht. Dabei wurde Russland immer wieder kritisiert, von eben jener Presse, dass es etwas für den Frieden tun solle. Jetzt zieht man sich zurück und es ist keine Lobmeldung wert. Stattdessen wieder mal Stimmungsmache.

Chris

Dienstag, 3. Januar 2017

Nanu?

Ein differenzierter Beitrag auf dem Lobbyblog der INSM. Es wird zurecht eingestanden, dass Prognosen nur Bandbreiten abbilden können. Diese sind im bestenfall relativ eng. In der Regel ist diese Bandbreite größer je weiter man in die Zukunft schaut. Das wird immer wieder vergessen, wenn die gleiche Lobbyorganisation bis 2040 die Rentenkosten berechnet, dabei die Annahmen vergisst und eben keine Bandbreiten angibt. 

Chris

Montag, 2. Januar 2017

Linkslinguisten

Die AfD erklärt, dass sie keine rassistisch belegten Worte verwendet. Das alles ist eine Verschwörung von Linkslinguisten. Einfach Grandios.

Chris