Montag, 3. Juli 2017

Endlich mehr Rüstungsausgaben

Darauf haben wir alle lange gewartet. Hartz 4 erhöhen geht gar nicht. Das sind keine Investitionen, sondern nur Konsumausgaben des Staates. Rüstung hingegen, dass ist Investition. Wir investieren in die Invasion, den Raub und die wirtschaftliche Expansion im Ausland. Toll ist das. Hat in Rom auch schon funktioniert. Lasst uns um die Welt ziehen und die Expansion unserer Konzerne mit Waffen unterstützen. Wer braucht da schon TTIP oder CETA? In schwachen Ländern reicht da auch die Bundeswehr oder NATO. Wenn wir Fabriken bombardieren entsteht eine Angebotslücke die wir füllen können. Städte müssen auch wieder aufgebaut werden. Wenn wir vorher die Bildungselite töten oder aus dem fremden Land zu uns vertreiben, können nur wir die benötigte Leistung anbieten. Wir gewinnen dabei. Warum also die Kritik. Das beste ist, wir bauen auch noch Waffen. Auch das schafft Arbeitsplätze. Rüstung ist also etwas tolles. Die doofen Linken haben es nicht begriffen. Nur wenn wir zerstören können wir wieder aufbauen. Das beste ist, wenn wir den Stein zum zerschießen der Scheibe verkaufen und die Scheibe selbst auch noch, verdienen wir doppelt. Wie kann man bei einem solch tollen Modell dagegen sein? Menschenrechte? Egal! Der Markt kennt keine Menschenrechte. Die unsichtbare Hand des Marktes (armer Adam Schmith) kennt das nicht und will das nicht. Ein Mensch ist in neun Monaten ersetzt. Profite halten länger.

Chris

Freitag, 30. Juni 2017

Relationen

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.


30000 Menschen kommen weltweit durch Terror ums leben. Ein Bruchteil davon stirbt in der reichen westlichen Welt. Gleichzeitig sterben huntertausende aufgrund von Passivrauchen und Millionen durch Verkehrsunfälle. In Deutschland sind die Relationen wahrscheinlich ähnlich dramatisch, da unser Nichtraucherschutz relativ schlecht ist im Vergleich anderer Industrienationen. D.h. will man die Menschen wirklich schützen, will man ihr Leben sicher machen, dann müsste man Rauchen auf ein Minimum reduzieren. Der Weg ist einfach. Der Preis muss hoch und es muss Werbeverbote geben. Jeder der bis zum 20. Lebensjahr nicht angefangen hat zu rauchen, raucht mit hoher Wahrscheinlichkeit nie.
Bei Straßenverkehr das Gleiche. Wenn man diese Zahlen sieht, dann kann man sich nur wundern. Massive Reduktion des Individualverkehrs mittels eines Autos müsste der Slogan heißen. Autos töten Menschen. Da traut sich niemand ran. Wenn allerdings ein Verrückter ein Auto nimmt und in einem Weihnachtsmarkt rast, dann bauen wir den Überwachungsstaat aus. Wenn ein Fahrradfahrer überfahren wird, dann diskutieren wir, ob man eine Helmpflicht einführen sollte.
Interessanterweise sind beide Themen nicht existent im aktuelle Wahlkampf. Stattdessen steht sicherheitspolitisch der Terror im Zentrum. Unverständlich, wenn man solche Zahlen ließt.

Chris

Dienstag, 27. Juni 2017

Immer und immer wieder

Heute morgen habe ich es geschrieben und es dauert nur einige Stunden und es wird bestätigt. Unkritisch werden Aussagen aus dem weißen Haus einfach so übernommen. Vielleicht gab es einen Giftgasangriff, vielleicht nicht. Beweise gibt es nicht und Untersuchungen auch nicht. Trotzdem werden diese Nachrichten verbreitet. Bei den Lesern bleibt nur hängen, Assad = Giftgas = böse. Wie war das noch mit der Intention keine Fake News zuzulassen. Aber wenn es aus dem weißen Haus kommt muss es ja stimmen?! Die gleiche Journalisten die sich über die Unfähigkeit Trumps aufregen erblöden sich nicht eine solche Propagandameldung zu veröffentlichen.

Chris

Alle sind sich beim Giftgas sicher gewesen

Nun kommen doch Zweifel auf. Was ich den Mainstream Medien vorwerfe ist, dass sie zu unkritisch sind. Wenn sie die Menschen aufscheuchen, dann entstehen Kriege und es sterben Menschen. Hinterher sagen sie sinngemäß
"...basierend auf der damaligen Faktenlage...", "...uns ist wohl ein Fehler unterlaufen..." oder
"...".
Eben jene Medien die hinterher von NATO Lügen berichten, hängen an den Worten derer Pressesprecher. Anonyme Quellen aus dem Geheimdienst werden genutzt ohne sich zu fragen, ob vielleicht, nur vielleicht, eine Motivation hinter der Informationsbereitstellung steht. Vor allem, wenn die Quelle Anonym bleiben will und es sich um Skandale wie Mord, Terror und Giftgas handelt. Der schnelle Schuß die kurze Aufregung und Emotionen. Die kriegt man schnell transportiert. Wir sind dann wieder die Guten und das tote Kinder aufgrund dieser miesen Berichterstattung zu keinem Aufschrei führen ist egal. Wer hätte das wissen können.

Mehr und mehr wird einem bewußt, dass wir in die Vergangenheit, wo ganze Völker der Propaganda erlegen sind, nicht ganz so arrogant zurückschauen sollten. Unsere Propaganda wird bereitwillig von der freien Presse verteilt. Der Grund ist einfach. Man will dem König nahe sein. Macht strahlt ab. Macht ist Boulevard. So lesen sich auch viele Berichte. Inhalt ist unsexy und daher ist es besser Emotionen zu verbreiten und in Kauf zu nehmen das Menschen sterben, anstatt sachlich zu berichten.
Syrien ist dabei kein Einzelfall. Jeder Terroranschlag folgt diesem Schema.

Chris

Montag, 26. Juni 2017

Wahlkampf

Wie gewinnt man Wahlkämpfe? Das ist schwer zu beantworten. Sicher gewinnt man sie nicht indem man den Menschen vorrechnet, dass sie vielleicht 100 Euro pro Jahr mehr in der Tasche haben werden, wenn die Sonne scheint.

Man braucht Visionen und die sollten anecken. Der Vorteil ist, dass die anderen Parteien, wenn die Vision richtig gesetzt wird, nicht damit klar kommen. Die Grünen könnten einfach mal mit dem Wahlslogan

Abschaffung des Individualverkehrs 

in den Wahlkampf gehen. Alle würde sich aufregen. Die Arbeitsplätze, die Freiheit und, und, und...
Dann wäre man erst einmal im Fokus. Man rechnet die tausenden Toten jedes Jahr durch Unfälle vor, die Kosten für die Autobahnen, die Umweltverschmutzung (keine Autos, keine Stickoxide), der Lärm, Terroranschläge,..
Man könnte viele wirklich umweltinteressierte hinter sich bringen. Es wäre ein langfristiges Ziel, dass alternative Mobilitätskonzepte vorsieht. Autos sollten aus der Stadt verband werden. Fahrrad, öffentlicher Nahverkehr in einer guten Taktung und Laufen sollten zur Fortbewegung dienen. Die Autoindustrie würde leiden. Keine Frage. Allerdings sind die Ressourcen die wir aktuell ins Auto stecken nicht weg. Sie könnten in andere Bereiche gesteckt werden. 

Der Wahlkampfslogan klingt schräg und in Deutschland würde sich niemand trauen ihn auszurufen. Donald Trump wollte eine Mauer bauen und die Menschen wählten ihn. In Deutschland versprechen die Politiker die Einschränkung der Freiheitsrechte und werden gewählt (Entschuldigung, sie versprechen Sicherheit). 
Der wesentliche Punkt ist, dass alle Parteien sich über diese Forderung aufregen würden. Es würde jede Menge sinnlose Talkshows geben und Zeitungsbeiträge. Man wäre medial präsent. Faktisch alle würden dagegen arbeiten. Das solche Strategie funktionieren kann zeigt die AfD. Sie lebt davon, dagegen zu sein. Warum sollten die Linken, SPD oder Grünen nicht auch den Mut haben alternative Wege zu gehen. Jeder der morgens durch laute Städte fahren muss, würde es am Ende toll finden, wenn die Autos verschwinden würden. Es ist ein langer Weg, mit vielen Problemen. Aber irgendwann muss man ja anfangen.

Chris

Unternehmensverbände

Wenn Vorstände von Unternehmensverbänden sich um die Arbeitnehmer sorgen, dann sollte man vorsichtig sein. Das gilt umsomehr, wenn solche Vorstände bei Lobbyorganisationen schreiben. Vor allem, wenn mit zu niedrigen Löhnen argumentiert wird, gleichzeitig aber keinerlei bestreben besteht diese zu erhöhen.
Meine Erfahrung lehrt mich, dass wenn Unternehmensverbandsvertreter etwas feiern und fördern, dass meist nichts gutes bei rauskommt. Die Exportfokussierung der letzten 15 Jahre ist eines dieser Resultate. Die Verbände feiern, was ihre Unternehmen zerstört. Interessanterweise setzt die INSM mein Aufruf zu Vorsicht damit gleich, dass es nicht in mein Weltbild passt, dass Unternehmen etwas gutes tun. Daran glaube ich tatsächlich. Der Verband ist allerdings eine Ebene darüber. Dort geht es um Lobbyarbeit und um das vermeintliche Wohl der meisten Unternehmen des Verbandes. D.h. Umweltauflagen können gut sein (für einzelne Unternehmen), man würde sie verbandsseitig in vielen Fällen torpedieren. Lohnerhöhungungen und Mindestlohn sind ebenfalls positiv für viele Unternehmen, dennoch würden sich die Verbände dagegen positionieren. Das liegt einfach daran, dass Die Verbandsvertreter BWLer sind, die auf einmal volkswirtschaftlich denken und arbeiten sollen.

Chris

Freitag, 23. Juni 2017

Die Demokraten in den USA haben Probleme

SPON schreibt Donald Trump blamiert sich im Weißen Haus - trotzdem können US-Demokraten nicht punkten und liefert die Analyse gleich mit. Ein wesentlicher Punkt ist, dass Anti-Trump zu sein nicht ausreicht. Die Demokraten müssten auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen. Tun sie es nicht und verstricken sich weiter in ihrer kleinlichen Machtpolitik werden sie keinen Erfolg haben. Ein wesentlicher Punkt wurde allerdings vergessen. Aus deutscher Sicht sind die Republikaner böse. Vereinfacht gesprochen. Allerdings ist Republikaner nicht gleich Republikaner. Man kann die Grünen aus Stuttgart nur bedingt mit den Grünen in Kiel vergleichen. Einzelpersonen beider Parteien können moderat bis radikal sein. Sie können gute Ideen haben oder auch nicht. Nur auf den Präsidenten zu schauen ist absurd. Trump wird einen Effekt haben, aber wie groß dieser ist, ist schwer zu sagen.

Chris